Zur Navigation - Metanavigation überspringen |
Zum Inhalt - Navigation überspringen |
Zur Marginalspalte - Inhalt überspringen |

Schiffsbrandbekämpfung



Schiffsbrandbekämpfung bei der BF-Flensburg

Die Freiwillige Feuerwehr „Brunsbüttel“ verfügte über eine langjährige Erfahrung bei der Bekämpfung von Schiffsbränden. Sie war auch federführend bei der Unterstützung der BF-Flensburg bei der Beschaffung und Gestaltung des Schiffsbrandcontainers.

Da Flensburg, nach Vorgabe der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, einen komplett neuen Container beschaffen und bestücken musste, konnten auch neue Ideen für das bestehende Konzept aus Brunsbüttel umgesetzt werden.
Die Grundidee bestand darin, den ganzen Schiffsbrandbekämpfungs-Container, samt Inhalt auf ein Hilfsschiff zu stellen oder aber im Falle mangelnder Aufstellfläche die 16 Gitterboxen des SBC auf ein kleineres Schiff zu stellen oder das benötigte Material aus den Boxen direkt auf ein Schiff zu bringen. Die Gitterboxen sind beladen mit Geräten zur Brandabwehr, technischer Hilfeleistung, Menschenrettung und Verletztenversorgung sowie Ausrüstung von Gefahrguteinsätzen. Des weiteren gib es eine Gitterbox mit einem internationalen Landanschluß für Schiffe sowie eine 60m lange Schiff-Schiffverbindung bestehend aus einem wasserführenden B-Schlauch und einem Elektro-Kabel. Getragen wird das Ganze von einem mit Druckluft gefüllten B-Schlauch. Alle drei Leitungen werden während des Ausbringen mit Karabinerhaken verbunden. Eine Idee der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel.
Transportiert wird der Container auf einem Wechselladerfahrzeug.
Zur Mannschaft des Containers gehören 10 in Schiffsbrandbekämpfung ausgebildete Feuerwehrleute, in der Stärke 1/1/8.

Alarmierung „Schiffsbrandbekämpfung“

Bei einer Alarmierung löst die Leitstelle „Alarmstufe II“ aus; alle dienstfreien Kräfte kommen zur Feuerwache. Nach der Auslösung tritt die Wachabteilung in der Fahrzeughalle an und der Wachhabende verteilt anhand einer Checkliste, aus dem Ordner „Schiffbrandbekämpfung“ die Aufgaben an die Mitarbeiter. Dazu gehören, Funkgeräte aus der Fernmeldewerkstatt holen, Reserveeinsatzanzüge aus der Kleiderkammer besorgen; sowie herbei holen eines Mannschafttransportfahrzeuges. Zur Ausrüstung gehören 10 Seesäcke mit einen Volumen
von 240 Ltr., die von 1-10 nummeriert sind. Das Konzept sieht nur vor, dass der Mitarbeiter mit der Nummer 3 auch den Überlebensanzug mit der Nummer 3 sowie den Fahrradrucksack 3 mit Reserveunterwäsche und Hygieneartikeln an sich nimmt.
Der Inhalt des Sacks ist vollständig mit der Nummer 3 gekennzeichnet. Somit ist gewährleistet, dass die Kleidung nicht vertauscht wird.
Der Leitungsdienstbeamte nimmt einen Ordner „Schiffsbrandbekämpfung“ mit zur, vom Havarie Kommando der Küstenländer in Cuxhaven, bestimmten Anlandestelle.
Hierin befinden sich u.a. Inhaltsverzeichnisse der Gitterboxen sowie umfangreiche Informationen über den Ablauf eines solchen Einsatzes.

Die ausgebildeten Mitarbeiter werden regelmäßig, im Rahmen des Wachunterrichtes, geschult. Ferner werden die Lehrgänge, Überleben auf See, Hubschrauberwinschtraining und
Schiffsbrandbekämpfung alle 3 Jahre in der Praxis geschult.


Sondereinsatzgruppen