Ausbildung zum Brandmeister / zur Brandmeisterin

„Feuerwehrmann ist kein Beruf, es ist eine Berufung.“


„Ich will Feuerwehrmann werden!“, schon als Kind wünschen sich die meisten Jungen Polizist, Feuerwehrmann oder Lokomotivführer zu werden. Erst im weiteren Leben stellen die meisten dann fest, dass die frühe Berufswahl vielleicht doch nicht die Richtige gewesen ist. Dennoch schaffen es einige, Ihren Kindheitstraum zu erfüllen und treffen eines Tages die Entscheidung, den langen Weg zu gehen, um Ihren Kindheitswunsch zu erfüllen.
Nur wie werde ich Feuerwehrmann bei einer Berufsfeuerwehr? Im Folgenden werden die Grundqualifikationen, der Bewerbungsweg und die Ausbildung als Brandmeisteranwärter innerhalb einer Berufsfeuerwehr vorgestellt.

Im folgenden finden Sie alle Informationen rund um den Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr Flensburg. Gehen Sie gut vorbereitet ins Rennen, dann wird es auch was mit dem Traumjob.

Voraussetzungen

Die richtige Vorbereitung ist der Grundstein für eine Karriere bei einer Berufsfeuerwehr. Hier finden Sie die Voraussetzungen für die Laufbahngruppen 1 und 2.

Die Voraussetzungen für Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt der Fachrichtung Feuerwehr (Brandmeisteranwärter/in):

  • Mindestens Hauptschulabschluss (oder gleichwertiger Bildungsstand)
  • Gesellenprüfung oder ein anderer Abschluss in einem für den Feuerwehrdienst geeigneten Beruf
  • Erfüllen der gesetzlichen Voraussetzungen für die Ernennung zur Beamtin/zum Beamten
  • Feuerwehrtauglichkeit (gesundheitliche, körperliche Eignung)
  • Fahrerlaubnis Klasse B
  • Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze

Die Voraussetzungen für Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt der Fachrichtung Feuerwehr: (Brandinspektorenanwärter/in):

  • mindestens Abschlusszeugnis einer Fachhochschule oder ein entsprechender Studiengang einer Gesamthochschule in einer technischen Fachrichtung, Abschluss als Dipl.-Ing (FH) oder vergleichbarer Bachelor-Abschluss
  • Gültiger Führerschein Klasse B
  • Uneingeschränkte gesundheitliche Eignung für den Feuerwehrdienst

Einstellungstest

Der Einstellungstest - oder besser , der Tag der Wahrheit….

Nachdem auf eine Ausschreibung reagiert wurde und die Bewerbung dem entspricht, was sich die neue Dienststelle vorgestellt hat, erhält der Interessent eine Einladung zum Eignungstest, der i.d.R. an einem Samstag stattfinden wird. Dieser Test wird an den verschiedenen Feuerwehren unterschiedlich durchgeführt. Eines ist aber bei fast allen gleich, die Gliederung in die unterschiedlichen Prüfungsteile:

  • Praktischer und sportlicher Test
  • Theoretischer Test

Der praktische und sportliche Test gliedert sich in verschiedene Teile auf.

  • 200 Meter schwimmen in 6 Minuten
  • 30 Meter Drehleitersteigen
  • Sportparcour (Liegestütz, Beugehang, Kasten-Boomerang-Test, Wechselsprünge, Kraftübung Puppe ziehen)
  • Prüfung des handwerklichen Geschickes
  • 5000 Meterlauf in 23 Minuten

Der theoretische Test umfasst verschiedene schriftliche Aufgaben im Bereich Allgemeinwissen, Mathematik und Deutsch.

Vorstellen statt verstellen ...

Nachdem alle Tests mehr oder weniger gut erfüllt wurden, beginnt das Warten. Unzählige Gänge zum Briefkasten können gezählt werden bis die Nachricht ins Haus kommt, ob man den ersten Durchgang geschafft hat. Traurig sein muss niemand, auch nicht wenn er eine Absage erhält, denn die Teilnahme am Auswahlverfahren ist schon ein kleines Erreichen vom Ziel, denn das schaffen nicht alle. Diejenigen, die es geschafft haben und nun eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen haben, können sich freuen, denn die zweite Hürde ist geschafft.
Das Vorstellungsgespräch dient dem zukünftigen Dienstherren, dazu die Bewerber persönlich kennenzulernen und einzuschätzen. Hier kann man jedem nur raten, möglichst authentisch auftretenund nicht irgendeine Person vorzuspielen, die er auf Dauer nicht sein kann.

Einladung zur medizinischen Untersuchung

Wer die ersten beiden Runden gut überstanden hat, ist beinahe am Ziel seiner Berufswünsche angekommen. Der Bewerber erhält eine Einladung zur Untersuchung, ob er wirklich gesundheitlich für den Feuerwehrdienst geeignet ist. Letztlich darf nicht vergessen werden, dass der Beruf „Feuerwehrmann“ jederzeit, rund um die Uhr und aus jeder Lebenslage heraus, den vollen körperlichen und geistigen Einsatz erfordert. Dabei könnte Übergewicht, Bluthochdruck, Migräne oder Allergien, schnell zu unüberwindbaren Hindernissen werden. In der Untersuchung werden sämtliche eventuelle Krankheiten und Schwächen abgeprüft.
Erst wenn diese letzte Runde überstanden ist und der Mediziner keine Einwände mehr hat, dann ist der Kindheitstraum fast erfüllt. Jetzt kommt es nur noch auf den Gesamteindruck des Bewerbers an, den er in den einzelnen Vorstellungsrunden hinterlassen hat. Und auch wer nach dieser Runde eine Absage erhält sollte sich keine Sorgen machen, ihm stehen weiterhin alle Türen offen, sein Ziel zu erreichen und in der nächsten Ausschreibung finden diese Bewerber dann meist erneut Berücksichtigung.
Alle anderen Bewerber die es bis hier geschafft haben, erhalten die lang ersehnte Bestätigung zur Einstellung als Brandmeisteranwärter. Mit diesem Brief beginnt dann der lange Weg der Ausbildung.

Ausbildungsverlauf

Brandmeister und Rettungssanitäter

Wenn alle Hürden wie Einstellungstest, Vorstellungsgespräch und die medizinischen Untersuchung positiv absolviert wurden und Sie die Zusage zur Einstellung bekommen haben, steht Ihnen ein Anspruchsvoller und sehr abwechslungsreicher Ausbildungsweg bevor. 

Der Ausbilungsverlauf gliedert sich wie folgt:

  • 4 Wochen erfolgt ein Kennenlernen auf der Wache und der Erwerb der Führerscheinklassen C und E (LKW mit Anhänger).
  • 5 Monate Grundausbildung an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee incl. Zwischenprüfung. Danach können die Anwärter als Truppmann / Truppführer eingesetzt werden.
  • 10 Wochen Notfallsanitäterschule in Kiel. Die Berufsfeuerwehren Flensburg, Neumünster und Kiel führen hier eine gemeinsame Ausbildung zum „Rettungssanitäter Feuerwehr„(RettSanFeu) durch.
  • 6-wöchiges Krankenhauspraktikum. Einige Schichten Rettungsdienst werden ebenfalls absolviert. Die Abschlusswoche mit Prüfung beendet diesen Ausbildungsabschnitt, der gleichzeitig als 1. Lehrjahr zum Notfallsanitäter angerechnet wird.
  • 200 Einsätze als 3. Mann auf der Wache, um dann als Fahrer auf dem Rettungswagen eingesetzt werden zu können.
  • Die weitere Zeit wird als Brandschutzpraktikum genutzt, hier wird dann auch ein Maschinisten Lehrgang durchgeführt.

Die letzten 10 Wochen der 2-jährigen Ausbildungszeit finden wieder an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee statt. Hier werden den Anwärtern die Aufgaben eines Gruppenführers beigebracht.

Die Laufbahnprüfung endet dann mit der Bezeichnung "Brandmeister und Rettungssanitäter Feuerwehr"

Nach der Laufbahnprüfung folgt die Ausbilung zum Notfallsanitäter (NotSan).

Notfallsanitäter

Den ersten Teil (1. Lehrjahr) der Ausbilundung zum NotSan haben Sie bereits durch die Ausbildung zum RettSanFeu erhalten. Es folgen in den nächsten drei Zeitjahren weitere Lehrjahre.

Sie gliedern sich wie folgt auf.

  • Im „2. Lehrjahr“ (18 Monate)
  • 880 Stunden Theorie an der Notfallsanitäterschule in Kiel zu absolvieren.
  • 400 Stunden im Krankenhaus, in verschiedenen Abteilungen
  • 690 Stunden die als Fahrer / Führer abgeleistet werden
  • Im „3. Lehrjahr“ (18 Monate)
  • 495 Stunden Theorie an der Notfallsanitäterschule in Kiel zu absolvieren.
  • 120 Stunden im Krankenhaus in verschiedenen Abteilungen.
  • 560 Stunden in der Praxis als Fahrer / Führer abgeleistet werden.

Am Ende erfolgt eine Staatliche Prüfung zum Notfallsanitäter

 

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