Feuerwehrtaucher

Die über 85 000 Einwohner zählende Stadt Flensburg liegt am westlichen Ende der rund 34 km langen, zur Ostsee gehörenden, Flensburger Förde und umschließt den Flensburger Hafen am Ende der Förde. Im Norden wird die Flensburger Förde vom dänischen Festland und im Süden von der Bundesrepublik Deutschland eingerahmt.
Die Flensburger Förde ist ein beliebtes Wassersportrevier. Wassersportfreunde finden hier eine umfangreiche maritime Infrastruktur mit zahlreichen Segelclubs und Yachthäfen. An beiden Küstenseiten finden sich diverse Badestrände, die in den Sommermonaten unzählige Badegäste ans Wasser locken

Aufgaben der Tauchergruppe

Um die Wasserrettung der Hafenstadt Flensburg zu gewährleisten verfügt die Berufsfeuerwehr Flensburg über eine Tauchergruppe. Die Aufgaben der Tauchergruppe sind:

  1. Menschenrettung an der Wasseroberfläche
  2. Suche und Rettung versunkener Personen
  3. Suche und Bergung versunkener Personen oder Gegenstände
  4. Einfache technische Hilfeleistung an der Wasseroberfläche
  5. Einfache technische Hilfeleistung unter der Wasseroberfläche
  6. Amtshilfe für andere Einrichtungen
  7. Tauchunfallmanagement


Einsatzgebiet

Das primäre Einsatzgebiet der Tauchergruppe sind die Wasserflächen im Stadtgebiet Flensburgs welche zusammen eine Fläche von über 800 ha haben. Hierzu zählt primär der Flensburger Hafen und die an der Flensburger Innenförde gelegenen Badestrände. Beherrschendes Bild der Flensburger Förde sind zahlreiche Seglerhäfen die sich bis zur Hafenspitze finden. Auch der Frachtschiffverkehr erreicht den Flensburger Hafen. Hier sind es vorrangig Getreide und Kohletransporte die auf Frachtschiffen transportiert werden.
Die Wassertiefen im Flensburger Hafen liegen zwischen 4 Metern an den Kaimauern und etwa 10 Metern hafenmittig. An den Naturstränden der Flensburger Innenförde, wo sich die meisten Badestrände befinden, ist die Uferzone bis zu einer Wassertiefe von etwa 3 Metern flach abfallend. Ab einer Wassertiefe von 3 Metern fällt die Uferzone in den vielen Bereichen mit einem Gefälle von ca. 30° bis auf etwa 11 Metern ab. Von der 11 Meter Linie weiter seewärts gehend nimmt die Wassertiefe nur noch geringfügig zu. Wassertiefen von 20 Metern werden bei Tauchgängen so gut wie nicht erreicht.

Die Sichtverhältnisse unter Wasser sind wind-, jahreszeit- und tiefenabhängig. Daher schwanken die Sichtweiten von 0,5 Metern in den Sommermonaten (Algenblüte) bis zu deutlich über 10 Metern in den Wintermonaten. Die Wassertemperaturen überschreiten in den Sommermonaten nur an der Wasseroberfläche für kurze Zeit die 20 °C. In den Wintermonaten sinkt die Wassertemperatur bis auf Gefrierpunktnähe ab.
Binnengewässer spielen eine untergeordnete Rolle. Hier sind fast ausschließlich diverse Regenwasserrückhaltebecken in den Wohngebietnähe zu nennen die hauptsächlich im Winter durch eine nicht tragende Eisschicht zur Gefahr für Kinder werden.

Neben dem primären o.g. Einsatzgebiet werden die Taucher auch auf Anforderung, der Kresileitstelle, im Flensburger Umland eingesetzt. Seit Ende 2004 besteht eine Vereinbarung der Berufsfeuerwehr Flensburg mit der Kommune Sonderjüland (Dänemark) auch hier erforderliche Tauchereinsätze sicherzustellen.

Personal

Der Berufsfeuerwehr Flensburg stehen derzeitig insgesamt 7 Einsatzdienstbeamte als Taucher zur Verfügung. Bei der Dienstplanung und täglichen Funktionseinteilung bleibt das „Verwendungsmerkmal Taucher“ unberücksichtigt. Somit ist die Anzahl der im Dienst befindlichen Taucher sehr variabel. Daher variiert die Zahl der im Dienst befindlichen Taucher zwischen null und sieben. Planstellen für Taucher gibt es nicht. Ist ein Taucheinsatz erforderlich wird der Gerätewagen-Wasserrettung (GW-W) mit –soweit verfügbar- im dienstbefindlichen Tauchern besetzt. Kann der GW-W nicht ausreichend besetzt werden, erfolgt eine Alarmierung dienstfreier Taucher durch die Regionalleitstelle. Die Alarmierung erfolgt per Funkmeldeempfänger mit einer eigenen Melderschleife für Taucher.